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Erstaunlich souverän

11.02.2007

Imre Szerdakelyis Sohn ist etwa acht Jahre alt. Man darf also getrost behaupten, dass er noch nicht über sehr ausgeprägten Wasserball Fachverstand verfügt. Trotzdem ist es dem jungen Mann gelungen, den Sieg der Wasserratten in Ingolstadt schon während des Spiels auf den Punkt zu bringen.

„Jetzt haben die Blauen ein Tor geschossen, also müssen die Weißen wieder eins machen. Dann sind’s wieder drei Tore“, befand er. Und Tatsächlich drückt dieser Satz das bemerkenswerteste am 11:7 (2:0;3:2;4:4;2:1) Erfolg der Wasserratten gegen Ingolstadt aus, nämlich die Souveränität, mit der die Brucker zu Werke gingen.

Dadurch war der Sieg letztendlich nie gefährdet, weil die Wasserratten zwar selten glänzten, aber immer dann zur Stelle waren, wenn es nötig war. Wie in der 9. Spielminute, als die Ingolstädter auf 3:1 verkürzten. Nur 17 Sekunden brauchten die Wasserratten, um wieder den drei Tore Abstand herzustellen. Oder in der 22. Spielminute. Ingolstadt war gerade das 6:8 gelungen, als die Brucker nur 16 Sekunden später das 9:6 erzielten.

Nur einmal wurden die Ingolstädter ernsthaft gefährlich, nach 16 gespielten Minuten hatten sie auf 4:5 verkürzt, ehe die Wasserratten dank zweier schneller Tore wieder auf 7:4 erhöhten. „Wir haben dieses Jahr bestimmt schon besser gespielt, aber was wir heute mitnehmen, ist das wir unsere Nerven im Griff haben und in der Lage sind im richtigen Moment konzentriert zu spielen“, analysierte Wasserratten Pressesprecher Kautz nach dem Spiel.

Tatsächlich hatten die Wasserballer ein eigenartiges Spiel gezeigt. Sie spielten unkonzentriert und teilweise überhastet, dazu misslangen zahlreiche Anspiele in den Center, aber immer dann wenn die Ingolstädter wieder aufholten, zeigten die Brucker plötzlich ihr wahres Potential. So war der Sieg nie ernsthaft gefährdet. „Das war heute eine richtig gute, geschlossene Mannschaftsleistung“, zeigte sich Trainer Viktor Sandor nach dem Spiel zufrieden.

Das nächste Spiel bestreiten die Wasserratten am 17. März in Ebersberg gegen Nürnberg. Hoffentlich mit der gleichen Souveränität

SVFW: Heichel, Sammer (1), Szerdakelyi (4), Knall (2), Kautz, Weller (2), Sandor, Schulz (1), Vogler, Rosteck, Mayer

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