Herbe Klatsche
| 21.01.2007 |
Man hatte nie eine realistische Chance. So lässt sich das Pokalspiel der Fürstenfeldbrucker Wasserballer gegen ihre Kontrahenten aus Weiden am besten beschreiben. Am Ende hieß es 29:7 für die Gäste, die freilich haushoher Favorit waren. Dieser Rolle wurden sie über das komplette Spiel hinweg gerecht.
Von Beginn an marschierte der Zweitligist mit hohem Tempo in Richtung Wasserratten Tormann Tom Heichel. War es den aufopferungsvoll kämpfenden Amperstädtern bis Ende des zweiten Drittels noch gelungen, die Niederlage in Grenzen zu halten – zu diesem Zeitpunkt führten die Weidener „erst“ 9:2, so brachen in den letzten beiden Vierteln alle Dämme. Ein ums andere mal konterten die schwimmerisch hoch überlegenen Weidener die Brucker, nach Unkonzentriertheiten im Angriff, aus.
Mit Ratten Schlussmann Heichel konnte man wahrlich Mitleid bekommen, denn allzu häufig schwammen die Gegner ganz alleine auf ihn zu. Im Angriff bemühten sich die Wasserratten zwar nach Kräften, fanden gegen die hervorragend eingespielte Deckung der Gäste aber kein passendes Mittel.
Die Wasserratten Wasserballer haben sich für diesen Sonntag nur ein Ziel gesetzt. Man will den Favoriten aus Weiden kräftig ärgern. Denn um 13 Uhr beginnt im Münchener Anton Fingerle Bad eine Partie, über deren Ausgang es eigentlich keinerlei Zweifel gibt. Zu klar scheint die Dominanz der Gäste.
Weiden ist derzeit Tabellenvierter der zweiten Bundesliga Süd. „Das ist eine der stärksten Mannschaften in der Liga, da haben wir im Normalfall keine Chance“, weiß Wara Trainer Viktor Sandor. Um dem haushohen Favoriten den Sieg nicht allzu einfach zu machen, wollen die Brucker auf die Defensive achten. Vor allem Konter der, körperliche überlegenen, Gegner sollen unterbunden werden. Außerdem hoffen die Wasserratten auf einen zusätzlichen Vorteil, durch das enge Becken, das den Weidenern wenig Raum lässt, die Amperstädter spielerisch zu überwinden.
Trotzdem wäre alles andere als eine klare Niederlage der Brucker eine gewaltige Überraschung. Das man für solche gut ist, zeigten die Wasserratten bereits in der ersten Runde des Pokal, als sie gegen Frankfurt, das ebenfalls in der zweiten Bundesliga spielt, gewinnen konnten.
SVFW: Meier, Sammer, Strecker, Kautz, Prechtl, Schulz, Mayer, Heusmann, Weller, Vogler
Trainer: Viktor Sandor
