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SGW Frankfurt Offnbach – SVFW

09.01.2010

Präsident ebnet den Weg in die nächste Runde

Dank einer konzentrierten und kämpferischen Leistung konnten die Fürstenfeldbrucker Wasserballer in die nächste Runde des Süddeutschen Pokals einziehen. In einem guten Spiel bezwangen die Amperstädter die gastgebende Mannschaft SG Frankfurt/Offenbach mit 9:6 (4:0, 1:4, 0:1, 4:1).

Den Grundstein für diesen Sieg legten die Wasserratten bereits im ersten Viertel. Mit 4:0 lagen die Brucker nach den ersten acht Minuten vorne. „Im ersten Viertel waren wir wirklich gut. Sowohl vor dem gegnerischen Tor als auch in der Abwehr haben wir hoch konzentriert gespielt“, freut sich Viktor Sandor. „Aus fünf Chancen haben wir vier Tore gemacht. Das hat den Gegner natürlich auch etwas eingeschüchtert.“

Trotzdem gelang es den Frankfurtern schon im zweiten Spielabschnitt, den Anschluss wieder herzustellen. Mit 1:4 verloren die Wasserratten dieses Viertel. „Die Schiedsrichter hatten ihre Linie umgestellt und haben plötzlich auf beiden Seiten kaum noch Fouls gepfiffen. Damit sind wir lange nicht zurechtgekommen“, sagt Sandor.

Auch das lange Becken, gespielt wurde in einem offiziellen Wasserball Becken, also auf 30×20m, machte den Wasserratten zu schaffen. „Der Unterschied ob du auf 25 m oder 30 m spielst ist enorm. Im langen Becken muss man unheimlich viel arbeiten, um überhaupt in Abschlusspositionen zu kommen. Gerade für eine so alte Mannschaft wie uns ist das eher kein Vorteil“, lacht Kapitän Thorsten Schulz. Das führte dazu, dass den Kreisstädtern zwischen der elften und 24. Spielminute, als es 5:5 stand, kein Tor gelang. „Dass wir uns dann wieder gefangen haben und das Spiel noch gewonnen, zeugt von der Stärke unserer Mannschaft“, sagt Schulz.

Tatsächlich hatten die Brucker im letzen Viertel die größeren Kraftreserven. „Durchaus überraschend“, findet Schulz das, zumal die Frankfurter Mannschaft zum größten Teil aus 80er Jahrgängen besteht. „Die müssten uns eigentlich konditionell haushoch überlegen sein und am Ende das Spiel für sich entscheiden.“ Stattdessen kontrollierten die Amperstädter im letzten Viertel wieder das Spielgeschehen gegen mehr und mehr ermattende Frankfurter. Zunächst erzielte Wasserratten Präsident Stefan Sponer das 6:5 für die Wasserratten. Nachdem den Frankfurtern nochmals der Ausgleich gelang, entschieden die Brucker durch Tore von Bär, Sammer und Kautz das Spiel für sich. Mit 9:6 gewannen die Wasserratten das Spiel und ziehen in die nächste Runde ein.

Dort droht ein schwerer Gegner, zumal in den bisherigen Partien ausschließlich Zweitligisten ins Viertelfinale einziehen konnten. „Von den Mannschaften, die bisher weiter gekommen sind, können wir im Prinzip keine Schlagen“, sagt Sandor. „Wenigstens haben wir in der nächsten Runde als unterklassige Mannschaft Heimrecht.“ Für ein Spiel mehr als 300 km zu fahren, trifft dann höchstens die andere Mannschaft.

SVFW: Heichel, Sammer (1), Sandor (1), Knöllinger, Kautz (2), Sponer (2), Bär (1), Schulz, Heusmann (2), Meier, Mayer, Vogler

Vorbericht: Saures Brot als Belohnung

Ihr zweites Saisonspiel bestreiten die Wasserballer der Fürstenfeldbrucker Wasserratten am Samstagabend in Frankfurt. Gegner in der zweiten Runde des Süddeutschen Wasserballpokals ist die SG Frankfurt/Offenbach.

Die Hessen spielen ebenso wie die Wasserratten in der Oberliga. Dementsprechend schwer fällt es einen eindeutigen Favoriten auszumachen. Trotzdem sieht man sich in Fürstenfeldbruck eher als Außenseiter: „Frankfurt hat als Saisonziel den sofortigen Wiederaufstieg in die 2. Bundesliga ausgegeben. Die spielen momentan sogar mit zwei Mannschaften in der Oberliga Hessen. Beide recht erfolgreich“, sagt Wasserratten Mannschaftskapitän Thorsten Schulz. Er ist der Meinung, „dass Frankfurt andere Möglichkeiten hat als wir.“ Das macht Schulz auch daran fest, dass die Frankfurter drei Jugendmannschaften unterhalten.

Dennoch rechnen sich die Wasserratten durchaus Chancen aus. „Jeder Oberligist spielt prinzipiell auf einem ähnlichen Niveau, da könnte also was gehen“, sagt Schulz und fügt hinzu „von den Mannschaften, die noch im Wettbewerb sind, ist Frankfurt mit Sicherheit eine der wenigen, gegen die wir tatsächliche Siegchancen haben.“ Das bei den Wasserratten keine richtige Freude aufkommt hat andere Gründe. In der zweiten Runde des Süddeutschen Pokals warten in der Regel vor allem Zweitligisten als Gegner. Als unterklassige Mannschaft hätten die Wasserratten gegen einen Zweitligisten Heimrecht. „Dadurch, dass Frankfurt auch in der Oberliga spielt, müssen wir für dieses eine Spiel bis nach Frankfurt gurken. Ein absoluter Irrsinn“ ärgert sich Viktor Sandor.

Auch sportlich betrachtet ist der Wert des Süddeutschen Pokals für die Wasserratten eher gering. „Selbst wenn du in Frankfurt weiterkommst. In der dritten Runde sind dann nur noch Mannschaften aus den oberen Regionen der zweiten Liga dabei. Da hast du dann keine Chance mehr“ sagt Schulz. Die Freude über den Sieg gegen Zweitligist Worms in der ersten Pokalrunde ist durch dieses Los getrübt. „Ein saures Brot als Belohnung ist das“ sagt Schulz und kann nur grimmig lächeln. Eines steht für ihn fest: „Wenn wir schon durch die halbe Republik gurken, dann werden denen im Becken gehörig einheizen.“

SVFW: Heichel, Sammer, Kautz, Sandor, Bär, Meier, Knöllinger, Schulz, Sponer, Mayer, Vogler, Heusmann

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Kategorien: Termine, Wasserball

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