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SVFW – SV Würzburg 05 II

23.01.2010

Wer nicht trifft, verliert das Spiel

Eine unglückliche Niederlage mussten die Wasserratten Wasserballer am Wochenende hinnehmen. Gegen den SV Würzburg 05 II verloren die Kreisstädter in München mit 9:14 (2:4; 3:2; 2:5; 2:3). Durch den Sieg steht der Meisterschaftsfavorit aus Würzburg schon am ersten Spieltag an der Spitze der Tabelle.

Nach dem Spiel ärgerten sich die Wasserratten. „Da war mehr drin“, sagt Trainer Viktor Sandor. „Das Spiel war letztendlich enger als es das Ergebnis vielleicht vermuten lässt.“ Tatsächlich verschliefen die Wasserratten den Start. Schnell lagen sie mit 1:4 hinten. Doch die Amperstädter bewiesen Moral und konnten zur Halbzeit bis auf 5:6 verkürzen. Was dann unmittelbar nach Wiederbeginn im dritten Viertel passierte, ist Sandor „noch immer vollkommen unverständlich.“ Ähnlich wie im ersten Viertel fehlte die Konzentration. Das ermöglichte der jungen Würzburger Mannschaft vier Tore nacheinander. „Plötzlich stand es 10:5 für Würzburg. Da war das Spiel so gut wie entschieden“, sagt Wasserratten Kapitän Thorsten Schulz. Als Gründe für die schwachen Minuten zu Beginn des Spiels und zur Halbzeit hat Schulz „mangelnde Konzentration und einfach auch ein bisschen Pech“ ausgemacht. „Wir haben vorne alles getroffen, sogar den Kopf des Mitspielers. Nur das Tor, das haben wir nicht getroffen.“

Etwas mehr Glück und Konzentration zeigten die Gäste, die ihre Tore auch aus teilweise unmöglichen Situationen erzielten. Dennoch gaben die Wasserratten nicht auf und hätten dieses Spiel sogar noch gewinnen können, wenn, ja wenn sich nicht der erst 17-jährige Torwart der Würzburger zum besten Spieler aufgeschwungen hätte. „In den letzten beiden Vierteln hat der Kerl einfach überragend gehalten. Das muss man neidlos anerkennen“, sagt Sandor und fügt hinzu: „Wir haben es ihm allerdings manchmal auch sehr leicht gemacht.“ So vergaben die Gastgeber eine ganze Reihe klarer Torchancen und verloren somit folgerichtig das Spiel.

Die nächste Chance, vor dem Tor souveräner aufzutreten, haben die Wasserratten bereits am Freitag. Dann treffen sie, erneut in Giesing, auf die SG Stadtwerke München II.

SVFW: Meier, Sammer, Sandor, Knall, Kesberger (2), Satzger (2), Bär, Schulz, Heusmann (1), Lentz (2), Knöllinger, Kautz (2), Mayer

Vorbericht: Vom MIT ins kühle Nass

Am Samstag starten die Fürstenfeldbrucker Wasserballer in die Oberliga Saison 2010. Gegner ist um 15 h im Giesinger Anton-Fingerle Bad die zweite Mannschaft des Wasserball Bundesligisten SV Würzburg 05.

Auch dieses Jahr starten nur vier Mannschaften in der Oberliga Bayern. Neben den Wasserratten sind das der SV Würzburg 05 II, der SV Stadtwerke München II, sowie der TV Passau. „Alles in allem kann man sagen, dass das große Sterben der Wasserballmannschaften in Bayern in eine neue Runde geht“, sagt Wasserratten Trainer Viktor Sandor. Nachdem in den letzten Jahren schon der SV Augsburg, Delfin Ingolstadt, Post SV Nürnberg und der SV Bayreuth den Spielbetrieb einstellten, meldete dieses Jahr der SV Coburg nicht mehr. „Mit Coburg hat es einen der traditionsreichsten bayerischen Wasserballstandorte erwischt“, sagt Sandor. „Wenn das so weiter geht, verschwindet Wasserball in Bayern bald von der Landkarte, wenn man mal von Würzburg und Weiden absieht.“

Ein kleiner Lichtblick ist da der TV Passau. Erstmals seit mehreren Jahren nimmt Passau wieder am Spielbetrieb teil. Konkurrenzfähig sind die Passauer indes wohl kaum. „Wir haben Passau die Zusage gegeben, nur mit einer geschwächten Mannschaft und vielen jungen Spielern gegen sie anzutreten. Sonst hätten sie nicht gemeldet“ , sagt Sandor. Zu tief sitzt in Passau noch der Schock vom Turnier um den bayerischen Wasserballpokal im Mai des vergangenen Jahres. Damals hatte eine dezimierte Wasserratten Mannschaft die Passauer mit deutlich über zwanzig Toren Unterschied besiegt.

Als Erstes treffen die Amperstädter aber auf den SV Würzburg II. Wasserratten Kapitän Thorsten Schulz sieht Würzburg als Meisterschaftsfavorit: „Man darf sich nicht davon täuschen lassen, dass Würzburg eine so junge Truppe hat“, sagt Schulz. Gerade technisch und konditionell werde Würzburg deutlich überlegen sein. „Würzburg hat andere Möglichkeiten als der Rest der Liga. Dadurch, dass sie ein eigenes Bad haben, können sie ihre Jugend wesentlich besser fördern. Auch aus der Mannschaft, gegen die wir spielen, könnten einige schon bald in die erste Mannschaft aufrücken und Bundesliga spielen.“

Übermäßigen Respekt wollen die Brucker trotzdem nicht zeigen. „Wir werden versuchen unsere körperlichen Vorteile im Positionskampf zu nutzen und möglichst das Tempo aus dem Spiel zu nehmen“, sagt Trainer Viktor Sandor, der sich über zwei Neuzugänge freuen darf. Wasserratten Jugendspieler Clemens Satzger kehrt vom Studium am MIT in Boston zurück nach Fürstenfeldbruck. „Clemens ist ein schneller, kräftiger Spieler mit einem sehr harten Wurf“, sagt Sandor, der sich gerade schwimmerisch viel von Satzger erhofft. Ein anderer Neuzugang kam eher zufällig zustande. Adrian Lentz, der eine Ausbildung bei der Bundeswehr macht, ist letztes Jahr aus Florida zurückgekehrt. „Ich hätte gerne wieder für Bruck gespielt, bin aber leider in die Nähe von Kiel versetzt worden“, sagt Lentz. Derzeit ist er für einen zweimonatigen Lehrgang in Fürstenfeldbruck. „Da Adrian bisher für keinen anderen Verein gespielt hat, ist sein Spielerpass noch gültig“, freut sich Sandor. So steht dem Einsatz des 23jährigen Rückraumspielers, der schon vor zwei Jahren zu den Leistungsträgern gehörte, nichts im Weg. Schon am Samstag wird er erneut für die Wasserratten die Mütze überziehen.

SVFW: Heichel, Sammer, Kautz, Sandor, Kesberger, Lentz, Knall, Satzger, Mayer, Knöllinger, Meier, Bär, Heusmann

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