Trainingslager 2026 – Eine Woche, die bleibt

Es gibt Wochen im Jahr, die man nicht einfach erlebt – sondern die etwas mit einem machen.

Das Trainingslager 2026 war genau so eine Woche.

Wieder ging es für das Team ins slowakische Šamorín. Ein Ort, der sich längst nicht mehr fremd anfühlt, sondern wie ein zweites Zuhause. Wege, Abläufe, Trainingsbecken – vieles ist vertraut geworden. Und trotzdem ist jede dieser Wochen anders. Intensiver. Persönlicher. Prägender.

Mit 23 Schwimmerinnen und Schwimmern sowie den Trainern Sandra Bertram, Stefan Sponer, Niklas Biesold und Vinzenz Stark machte sich die Gruppe auf den Weg. Verstärkt wurde das Team in diesem Jahr von acht jungen Athlet:innen des TSV Bad Saulgau rund um Trainer Fabio Leone – neue Gesichter, neue Dynamik, und doch vom ersten Tag an ein Teil des Ganzen.

Die Bedingungen vor Ort? Nahezu perfekt.

Eine 50-Meter-Bahn unter der Traglufthalle, optimale Möglichkeiten für das Landtraining, moderne Zimmer – und ein Essen, das nach langen Einheiten genau das lieferte, was Körper und Kopf brauchten. Ein Umfeld, das alles bietet. Und doch ist es nicht der Ort, der diese Woche besonders macht. Es sind die Menschen darin.

Denn ein Trainingslager ist mehr als nur Training.

Es ist ein Rhythmus, der den Tag bestimmt: aufstehen, schwimmen, essen, regenerieren, wieder schwimmen. Dazwischen Landtraining, Gespräche, Müdigkeit – und immer wieder dieser Moment, in dem man sich fragt, ob noch eine Bahn geht. Und dann doch ins Wasser springt.

Unter dem Motto „chasing seconds“ – glitzernd auf den eigens gestalteten Trainingslager-Shirts – ging es in diesem Jahr nicht nur um Zeiten. Es ging um das Verfolgen von etwas, das sich nicht messen lässt: Fortschritt, Wille, Entwicklung.

Die „Großen“ schwammen in dieser Woche bis zu 77 Kilometer.

Zahlen, die beeindruckend sind – aber nur einen Teil der Geschichte erzählen. Denn genauso bemerkenswert ist das, was bei den Jüngeren passierte. Für viele von ihnen war es das erste Trainingslager überhaupt. Eine Woche ohne Zuhause, ohne gewohnte Abläufe, dafür mit neuen Herausforderungen, neuen Eindrücken und vielen ersten Malen.

Und genau dort beginnt das, was diese Tage so besonders macht.

Wenn aus Unsicherheit Routine wird.

Wenn aus „Ich weiß nicht, ob ich das schaffe“ ein „Ich habe es geschafft“ wird.

Kilometer für Kilometer arbeiteten sich die Wasserratten durch die Woche.

Es gab Tage, an denen alles leicht fiel – und Tage, an denen jeder Meter Überwindung kostete. Muskelkater wurde zum ständigen Begleiter, Müdigkeit zum Normalzustand. Und trotzdem stand am Ende jeder Einheit wieder ein Team am Beckenrand, das sich gegenseitig auffing, motivierte und weitertrug.

Denn niemand schwimmt hier allein.

Jede Bahn, jeder Start, jeder letzte Zug wird gemeinsam getragen – von den Menschen, die neben einem im Wasser sind.

Gerade für die Jüngsten war es eine Woche, die weit über das Schwimmen hinausging.

Eine Woche, in der man gelernt hat, selbstständig zu sein, durchzuhalten, sich in einer Gruppe zu finden. Und auch für die Älteren war es mehr als „nur“ Training – es war ein weiteres Kapitel auf einem Weg, der von Disziplin, Zusammenhalt und Leidenschaft geprägt ist.

Am Ende dieser sieben Tage stehen keine Medaillen.

Keine Urkunden. Keine Platzierungen.

Was bleibt, ist etwas anderes:

Gemeinsame Erinnerungen.

Gemeinsam überwundene Grenzen.

Und dieses leise, aber starke Gefühl, etwas geschafft zu haben, das alleine nicht möglich gewesen wäre.

Das Trainingslager 2026 war keine einfache Woche.

Aber genau deshalb war es eine besondere.

Und vielleicht ist es genau das, was man am Ende mitnimmt:

Nicht nur die geschwommenen Kilometer – sondern das Wissen, dass man mehr kann, als man vorher geglaubt hat.

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