Ein Tag für das Team – Aufstieg mit Herz in Holzkirchen
Es gibt Wettkämpfe, bei denen es um Sekunden geht. Und es gibt Tage, an denen Charakter entscheidet. Die DMS in der Bezirksliga in Holzkirchen war genau so ein Tag. Ein Samstag, an dem jede Bahn mehr bedeutete als nur Punkte – weil jede geschwommen wurde für das Team.
Das Prinzip der DMS ist schnell erklärt und doch so besonders: Jede Strecke wird besetzt, jede Zeit in Punkte umgerechnet, alles fließt in ein gemeinsames Konto. Niemand kann sich verstecken, niemand schwimmt nur für sich. Es ist ein Mannschaftswettkampf im reinsten Sinne. Und genau das war in Holzkirchen von der ersten bis zur letzten Minute spürbar.
Die erste Herrenmannschaft stand vor einer gewaltigen Aufgabe. Eine Person zu wenig im Aufgebot, Umstellungen bis kurz vor Beginn aufgrund von Krankheit, kaum Spielraum für taktische Varianten. Doch was dann folgte, war eine geschlossene Mannschaftsleistung, wie man sie sich als Verein nur wünschen kann. Jede Strecke wurde angenommen, auch die unbequemen. Jeder Start war ein Versprechen an die Teamkollegen: Ich gebe alles.
Bahn um Bahn wuchs das Punktekonto. Mit jedem Rennen wurde klarer, dass hier nicht über Einzelambitionen gesprochen wird, sondern über Zusammenhalt. Und am Ende stand fest: Trotz Unterzahl gelingt der Aufstieg in die Landesliga. Ein Moment, der weit über das Sportliche hinausgeht. Ein Moment, der zeigt, was möglich ist, wenn man füreinander einsteht.
Damit dürfen im Dezember erstmals seit langer Zeit wieder sowohl die erste Herren- als auch die erste Damenmannschaft gemeinsam in der Landesliga starten. Ein Ereignis, das in der Vereinsgeschichte Gewicht hat – und das sich dieses Team mit Einsatz, Mut und Haltung verdient hat.
Auch die zweiten Mannschaften der Damen und Herren präsentierten sich stabil und leistungsstark. Zahlreiche persönliche Bestzeiten unterstrichen, dass hier nicht nur mitgeschwommen, sondern aktiv gestaltet wurde. Es war ein Auftritt mit Substanz – ruhig, konzentriert und verlässlich.
Ein besonderes Ausrufezeichen setzte die dritte Damenmannschaft aus dem Junior Team 1. Für viele war es der erste große Mannschaftswettkampf dieser Art. Neue Strecken, neue Verantwortung, spürbare Nervosität. Und dennoch: Alle Rennen wurden souverän ins Ziel gebracht, ohne Disqualifikation, mit Mut und wachsender Sicherheit. Hier ging es nicht nur um Punkte, sondern um Entwicklung. Und genau die war an diesem Tag greifbar.
Doch die DMS erzählt immer mehr als nur eine Tabelle. Sie erzählt von Trainerinnen und Trainern, die begleiten und auffangen. Von Kampfrichterinnen und Kampfrichtern, die mit Ruhe für Fairness sorgen. Von Eltern, die am Beckenrand mitfiebern. Und vor allem von Athletinnen und Athleten, die bereit sind, über ihre eigenen Grenzen hinauszugehen – nicht für Ruhm, sondern für das Team.
Holzkirchen war kein gewöhnlicher Wettkampf. Es war ein Bekenntnis zu Gemeinschaft, Verantwortung und Zusammenhalt.
Ein Verein. Ein Team. – Und im Dezember: Landesliga.

