DMS Masters 2026

Viertbestes Masters-Team Bayerns – Wasserratten überzeugen beim DMS-Landesfinale

Tropischer Regenwald oder Dachauer Hallenbad? Ganz eindeutig war das am Sonntag nicht. Warme Hallenluft von innen, Dauerregen von außen – und durch das undichte Dach stellenweise auch von oben. Das angekündigte neue Hallenbad war es noch nicht, dafür bekamen die Masters der Fürstenfeldbrucker Wasserratten beim DMS-Landesfinale am 25. Oktober eine Mischung aus Hallen- und Freibadfeeling geboten.

Der sportlichen Stimmung tat das keinen Abbruch. Im Gegenteil: Elf Wasserratten gingen gemeinsam auf Punktejagd und beendeten den Landesentscheid als viertbestes Masters-Team Bayerns. In der bundesweiten Wertung bedeuteten die erreichten 15.728 Punkte sogar Rang 33.

Die Deutschen Mannschaftsmeisterschaften im Schwimmen funktionieren dabei anders als ein klassischer Wettkampf. Nicht Medaillen und Einzelplatzierungen entscheiden über den Mannschaftserfolg. Für jede geschwommene Zeit werden abhängig von Strecke, Geschlecht und Altersklasse Punkte vergeben. Am Ende werden alle Leistungen zusammengerechnet. Damit zählt jeder Start – vom ersten bis zum letzten Anschlag – unmittelbar für das gemeinsame Ergebnis.

Für Fürstenfeldbruck sprangen Stefan Sponer (AK60), Robert Ortmann (AK25), Leonie Schranner (AK20), Corinna Wirkner (AK20), Yannick Schandel (AK45), Christoph Krämer (AK50), Felix Mende (AK20), Niklas Biesold (AK25), Lea Obermair (AK25), Laura Bertram (AK20) und Lara Fink (AK20) ins Wasser.

Insgesamt absolvierten die Wasserratten 24 Starts. Die punktbeste Einzelleistung des Tages lieferte Sponer über 50 Meter Freistil: Seine 28,71 Sekunden waren 796 Punkte für die Mannschaft wert. Auch Ortmann sammelte mit 4:21,82 Minuten über 400 Meter Freistil starke 792 Punkte – und sorgte damit gleichzeitig für das sportliche Highlight des Tages: neuer Vereinsrekord.

Bemerkenswert war das Ergebnis auch deshalb, weil ein großer Teil der Mannschaft erst seit wenigen Wochen wieder regelmäßig im Training stand. Entsprechend lagen einige Zeiten noch knapp über den gemeldeten Leistungen. Für das Team spielte das am Ende jedoch eine untergeordnete Rolle. Jeder stellte sich seinen Strecken, kämpfte um Punkte und wurde dabei lautstark von den eigenen Mannschaftskollegen unterstützt.

Genau darin liegt der besondere Reiz der DMS. Aus elf Einzelkämpfern wird für einen Tag eine Mannschaft. Eine Zeit gehört plötzlich nicht mehr nur demjenigen, der sie schwimmt – jeder Punkt wandert auf dasselbe Konto. Entsprechend wurde am Beckenrand mitgefiebert, angefeuert und jeder Anschlag gemeinsam gefeiert.

Mit 15.728 Punkten und Platz vier in Bayern durfte sich das Ergebnis am Ende sehen lassen.

Was aus Dachau bleibt, ist deshalb mehr als ein vierter Platz. Es bleibt ein Sonntag mit starken Rennen, einem neuen Vereinsrekord und vor allem dem, was die Masters der Wasserratten seit Jahren auszeichnet: ein Teamgeist, bei dem am Beckenrand manchmal fast mehr Energie verbraucht wird als im Wasser.

Und ein Hallenbad, in dem man vorsichtshalber auch zwischen den Rennen eine Badekappe tragen konnte.

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