Viele Starts, starke Zeiten und echter Teamgeist – Wasserratten überzeugen in Immenstadt
Manchmal sind es nicht die großen Meisterschaften, bei denen eine Mannschaft den größten Schritt nach vorne macht. Manchmal braucht es einfach ein Wochenende, viele gemeinsame Starts und möglichst wenig Zeit, um darüber nachzudenken, wie müde die Arme eigentlich schon sind.
Genau so ein Wochenende erlebten die Fürstenfeldbrucker Wasserratten am 17. und 18. Oktober beim Immenstädter Schwimmfest. Vom Nachwuchs des Junior Teams 1 bis zu den erfahrenen Aktiven der Leistungsgruppe 1 war ein großer Teil des Schwimmteams gemeinsam im Einsatz.
Schon am Samstag fielen quer durch alle Trainingsgruppen zahlreiche persönliche Bestzeiten. Für einen ersten Höhepunkt sorgte Tymofii Osypenko. Als Startschwimmer der Bruststaffel absolvierte er seine 100 Meter in 1:09,19 Minuten und stellte damit einen neuen Vereinsrekord auf.
Fast noch wichtiger als einzelne Zeiten war für das Trainerteam jedoch das Gesamtbild. Wenn die jüngsten Aktiven gemeinsam mit den Großen auf Wettkämpfe fahren, entsteht eine besondere Dynamik: Man beobachtet, feuert sich gegenseitig an und wächst über die einzelnen Trainingsgruppen hinaus als Mannschaft zusammen. Durch die vielen eigenen Starts blieb gleichzeitig kaum Zeit für Ablenkung – Konzentration und Leidenschaft prägten den gesamten Samstag.
Am Sonntag zeigte sich dann, was solche Wettkampfwochenenden besonders wertvoll macht. Die Belastung des Vortages steckte bereits in Armen und Beinen, trotzdem musste erneut Leistung abgerufen werden.
Osypenko absolvierte zunächst 400 Meter Freistil beinahe als ausgedehntes Einschwimmen für seinen anschließenden Start über 100 Meter Brust. Dort blieb die Uhr schließlich bei 1:07,19 Minuten stehen. Zwei Sekunden schneller als am Vortag, erneut Vereinsrekord – und ein weiterer Meilenstein über diese Strecke in der Vereinsgeschichte der Wasserratten.
Doch das Wochenende auf diesen Rekord zu reduzieren, würde der Mannschaft nicht gerecht werden. Von den jüngsten Schwimmerinnen und Schwimmern des JT1 bis zur LG1 wurden zahlreiche Bestzeiten erzielt, starke Staffeln geschwommen und Finals erreicht.
Genau darauf kam es dem Trainerteam an: nicht ausschließlich auf die Zahl hinter dem Namen, sondern auf Leistung und Leistungsbereitschaft. Trotz müder Muskeln stellten sich die Wasserratten immer wieder an den Start, kämpften um jede Bahn und unterstützten sich gegenseitig.
So blieben nach zwei intensiven Tagen nicht nur Bestzeiten und Vereinsrekorde, sondern vor allem ein Wochenende mit vielen Starts, viel Leidenschaft und einer Mannschaft, die gemeinsam ein Stück stärker geworden ist.

