Vereinsmeisterschaften 2021 – Corona-konform mit leuchtenden Augen

Lange und intensiv hat der Vorstand der Fürstenfeldbrucker Wasserratten diskutiert, ob man in diesen Zeiten eine Vereinsmeisterschaft durchführen kann. Schlussendlich hat man sich dafür entschieden, dem wohl wichtigsten Kernpunkt eines Schwimmvereins zu folgen, nämlich der Förderung des Schwimmsportes.

Mit extra verschärften Corona 2G+ Regeln, nur Sportler und Kampfrichter, sowie die Trainer:innen hatten Zugang zur Halle, alle, ausnahmslos mit aktuellem Schnelltest. Damit wurde eine Blase geschaffen, die es nicht mal im professionellen Sport gibt, was den Vereinsverantwortlichen extrem wichtig war. „Damit konnten wir uns, aber auch viele Eltern überzeugen, dass wir den bestmöglichen Hygiene-Status erreichen, den man seriös durchsetzen kann“, so der Hygiene-Konzept Verantwortliche und Vize-Präsident Michael Neuhierl.

94 Schwimmerinnen und Schwimmer waren am Start, leider deutlich weniger als in normalen Jahren, aber es war deutlich besser, als nach 2020 wieder eine Vereinsmeisterschaft abzusagen.

Trotz vieler Einschränkungen, extrem wenig Wettkämpfen seit Februar 2020 zeigten sich die Wasserratten Top-Schwimmer:innen, aber auch der gesamte Nachwuchs bestens vorbereitet und ein Feuerwerk an persönlichen Bestzeiten wurden in das schnelle Hallenbad Becken der Amperoase gezaubert.

Die neue und alte Vereinsmeisterin Corinna Wirkner sorgte in der ersten Disziplin des Tages, den 100m Schmetterling mit einem neuen Vereinsrekord für den absoluten Höhepunkt der Meisterschaften. In 1:07,14 Minuten unterbot die 17jährige Olchingerin ihren eigenen Vereinsrekord und zeigte der starken Konkurrenz das der Tagessieg nur über sie gehen kann. Dies Zeit bedeutet Platz 14 in der DSV Jahres-Jahrgangsbestenliste 2021.

 

Corinna gewann auch die 100m Rücken und 100m Freistil und sicherte sich nach 2019 somit ihren zweiten Vereinsmeister-Titel.

Der Kampf um die Podium-Plätze war bei den Damen heiß und intensiv. Am Ende erreichte mit Julia Schober, die die 100m Brust als Tagesschnellste in 1:21,55 Minuten gewann, die Schwimmerin Platz 2 in der Gesamtwertung, die sich mit 4 persönlichen Bestzeiten in sehr guter Form präsentierte. Sehr knapp hinter der 16jährigen Mammendorferin kam mit Leonie Schranner eine der trainingsfleißigsten Schwimmerinnen auf Platz 3. Trotz sehr guter Leistungen musste sich Lara Fink mit Platz 4 begnügen, die trotz 3 persönlichen Bestzeiten und mit je Platz 2 auf 100m Schmetterling und Freistil keinen Platz auf dem Stockerl ergattern konnte. Ähnlich eng wie um Platz 2 bis 4, ging es um Platz 5 bis 10. Mit Lena Bertram konnte sich eine junge Schwimmerin auf Platz 5 behaupten. Den größten Leistungssprung bei den Damen machte Carolin Antunes, die sich durch enormen Trainingsfleiß in den letzten 2 Jahren enorm steigern konnte und einen starken 7. Platz belegen konnte, die aber Laura V. Bertram den Vortritt lassen musste.

 

Tobias Grosch sorgte bei den Männern für einen Paukenschlag. Der 15jährige aus Bergkirchen verbesserte seine persönliche Bestzeit über 100m Schmetterling um 6 Sekunden auf 1:03,31 Minuten und schockte die gesamten Männer-Konkurrenz. Mit dieser Zeit schwimmt sich Tobi unter die besten 50 seines Jahrgangs bundesweit im Jahr 2021. Der alte und neue Vereinsmeister Felix Mende musste sich von diesem Schock erstmal erholen, denn die knapp 5 Sekunden Rückstand auf Tobias waren nicht eingeplant. Der 19jährige Olchinger schwamm aber persönliche Bestzeit über 100m Rücken, dominierte in seiner Paradedisziplin 100m Brust gewohnt souverän und konnte auch die 100m Freistil gewinnen. Der Kampf um Platz 3 war heiß umkämpft und mit Sebastian Behr setze sich ein starker Brustschwimmer, der aber in allen Strecken überzeugte durch. Rene Rose mit Platz 4, Vinzenz Stark mit Platz 5 und ein sehr stark verbesserte Kilian Schindler mit Platz 6 folgten auf den Plätzen.

Mit Sabrina Mayr und Niklas Biesold siegten zwei ehemalige Vereinsmeister und heutige Trainer in der Sprintwertung. Hier schwimmen alle Teilnehmer die vier Lagen je 50m. Diese Masters-Wertung ist immer ein Sammelbecken ehemaliger Schwimmer:innen, die einmal im Jahr nochmals Lust auf einen Wettkampf haben. Bei den Damen belegten mit Franzi Müller und Nadine Kluge zwei ehemalige Vereinsmeisterinnen, die immer noch Vereinsrekorde halten, die Plätze 2 und 3, beide Schwimmerinnen betreuen als sehr engagierte Trainerinnen die besten Schwimmer in den Junior-Teams. Mit Valentin Sponer schwamm der Kapitän der U23 des TSV 1860 München auf Platz 2, mit Martin Rammert ein Trainer und Schwimmkurs-Leiter auf Platz 3.

Besonders spannend sind die Wettkämpfe um den Jugendvereinsmeisterschaften, da hier die Leistungsentwicklungen noch sehr sprunghaft sind und vor allem bei den Mädchen das Feld extrem eng und die Konkurrenz sehr stark ist.

Mit Klara Hof setze sich die Favoritin souverän durch. Klara hat sich Jahr für Jahr immer sehr gut entwickelt, ist extrem fleißig und ernsthaft und wurde für ihre Mühen belohnt und gewann mit mehr als 130 Punkten schlussendlich klar. Marie-Therese Schindler belegt Platz 2 vor der Maida Stark, die ein Jahr jünger als die beiden Erstplatzieren ist. Maida schwamm über 50m Freistil in 33,35 Sekunden eine der relativ stärksten Leistungen an diesem Tag und würde in der DSV Jahres-Bestenliste in ihrem Jahrgang Platz 69 belegen. Mit Alisia Rose, Sina Wieland und Laura Bertram konnten 3 weitere Schwimmerinnen die 1000 Punkte Marke in der Mehrkampf-Wertung überbieten.

Der klare Jugendvereinsmeister 2021 heißt Raphael Meixner. Mit großem Vorsprung sicherte Raphael sich den Titel vor Ludwig Meyer-Bahlburg und Konstantin Garaus.

Die Bambini-Meisterschaft wird über 25m Strecken ausgeschwommen mit Nele Albrecht konnte einer der jüngsten Teilnehmerinnen souverän gewinnen. Nele ist Jahrgang 2015 und konnte sich gegen die 3 Jahre älteren Maya Blume und Louisa Lehmann durchsetzen.

Laurenz Jais heißt der neue Bambini-Meister. Der junge Mammendorfer, Sohn des Profi-Triathleten Christian Jais siegte überraschend vor Alexander Filipiak und Giulio Carraturo.

„Selten haben wir eine so emotionale Vereinsmeisterschaft erlebt. Ohne Eltern, mit weniger Schwimmerinnen und Schwimmern haben wir nicht gewusst, wie der Tag werden wird. Aber das Strahlen der Kinder und Jugendlichen, die Freude endlich mal wieder einen Wettkampf zu schwimmen oder überhaupt endlich mal einen Wettkampf schwimmen zu dürfen, war mit den Händen greifbar“, so ein sehr zufriedener Vereinspräsident Stefan Sponer.

„Wir hatten eine lange Durststrecke, wir denken auch, dass man mit sehr gezielten und serös durchgeführten Hygiene-Maßnahmen es verantworten kann, so einen Wettkampf durchzuführen“, so der Technische Leiter Schwimmen Sven Bertram, der nicht nur zwei Töchter im Becken hatte, sondern auch für die Organisation und Auswertung im Hintergrund verantwortlich war.

 

Das gesamte Trainer-Team des Vereins zeigte sich von den gezeigten Leistungen sehr begeistert, denn schlussendlich sind gute Leistungen für alle Trainer:innen der beste und schönste Applaus für die Trainingsarbeit, die man das ganze Jahr leistet.

„Unser Dank gilt allen Eltern, die den Kindern ermöglicht haben an dem Wettkampf teilzunehmen, aber auch der Amperoase und den Stadtwerken, die uns die Schwimmhalle zur Verfügung gestellt haben“, so Nadine Kluge, die seit September 2021 hauptamtlich für die Nachwuchs-Koordination des Vereins im Bereich Schwimmen verantwortlich ist.

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