Wasserratten Fürstenfeldbruck vor Pokalauftakt – Zuversicht trotz Torwart-Sorge

Fürstenfeldbruck – Wenn am 29. November um 16.30 Uhr die Wasserratten
Fürstenfeldbruck in München die Wasserballer aus Darmstadt zur ersten Runde des
Süddeutschen Pokals empfangen, dann treffen Vorfreude und Herausforderung in gleicher
Intensität aufeinander. Die Gastgeber gehen mit einer Mischung aus Rückenwind und
Sorgen in das K.-o.-Duell.
Sportlich war die Saisonvorbereitung der Brucker äußerst solide. Ihren Höhepunkt fand sie
beim internationalen Wasserballturnier im tschechischen Pilsen, bei dem die Wasserratten
einen starken vierten Platz unter zehn Mannschaften erreichten. Besonders bitter war dabei
die knappe Niederlage im Spiel um Platz drei gegen die Zweitliga-Vertretung aus Nürnberg –
der Sprung aufs Podium blieb nur hauchdünn verwehrt. Dennoch zog das Team ein positives
Fazit.
Trainer und Mannschaft freuten sich insbesondere darüber, dass der eingeschlagene Weg
der Nachwuchsförderung konsequent fortgesetzt wurde. Fünf Jugendspieler waren in Pilsen
mit dabei und erhielten wertvolle Spielpraxis auf internationalem Niveau. Der Mut zur
Entwicklung zahlt sich aus, wie die Trainingsleistungen der Talente zeigen.
Einen empfindlichen Dämpfer gab es jedoch zuletzt: der erste Torhüter Axel Steinbach fällt
aus. Der Stammtorwart, im Team nicht nur wegen seiner Reaktionsschnelligkeit, sondern
auch wegen seiner beruhigenden Präsenz geschätzt, kann verletzungsbedingt nicht
eingreifen. „Axel war unser Ruhepol im Tor“, heißt es aus Vereinskreisen. Dennoch blickt
man optimistisch nach vorne.
Denn trotz der Torwartproblematik können die Wasserratten auf eine ansonsten voll besetzte
Mannschaft zurückgreifen, was für die Pokalrunde enorm wichtig ist. Zudem spielt
Fürstenfeldbruck zu Hause, was in den vergangenen Jahren ein entscheidender Faktor war.
Nicht ohne Grund erinnert man sich gerne daran, dass es dem Team bereits im Vorjahr
gelungen ist, die zweite Runde zu erreichen.
Mit Darmstadt kommt ein Gegner auf Augenhöhe, der körperlich robust und spielerisch
variabel auftritt. Die Begegnung verspricht daher Wasserball auf intensivem Niveau.
Fürstenfeldbruck setzt auf den Heimvorteil, taktische Disziplin und die Energie des gesamten
Teams – inklusive der jungen Spieler, die in Pilsen Selbstvertrauen tanken konnten.
Ob es wieder für die zweite Runde reicht, wird sich am Samstagnachmittag zeigen. Die
Voraussetzungen sind gemischt – die Stimmung jedoch eindeutig: vorsichtig optimistisch.

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